ALTONA /ALTSTADT und NORD Bilder <> STADTTEIL-EVENTS


Blick auf Altona - Bahnhof + Palmaille + Elbe - ein Stich aus dem Jahre 1860  (Repro FL)

Die Stadtteile gehören zum Kerngebiet im Bezirk Hamburg-Altona.    

      Sie bieten eine Vielfalt von Veranstaltungen, in den Kirchen - Museen - Theatern und
      sonstige Häuser, auf  Straßen - Plätzen und zu Wasser, gute Restaurants sorgen für
      das leibliche Wohl.

einkaufen - bummeln - gastieren...
Rund um die Neue Große Bergstr. und dem Bahnhof,
Gr. Elbstr. und Fischmarkt:  Stilwerk, Speicher...,
Restaurants und Bar´s.
offizielles...
Altonaer Rathaus (Schmuckstück),
Altonaer Fischmarkt /See-Fischmarkt.
kirchliches...
Hauptk. St.Trinitatis (urspr. 1649/50, Neubau 1742/43),
weitere Kirchen.: St.Johannis (1868-73), St.Petri (1880- 83), Christophoruskirche (1892) u.a.
historisches...
Rathaus mit dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelm 1.,
Stuhlmannbrunnen - auf dem Platz der Republik,
Häuser der Prachtstr. Palmaille - Palmaille,
Altonaer-Amtsgericht, Helenenstift, Nyegaardstift,
Altes Altonaer-Krankenhaus - alle Max Brauer Allee,
Altonaer-Fichmarkt, (mit) Minerva-Brunnen,
Fischauktionshalle, Köhlbrandtreppe - an der Gr.Elbstr..
bürgerliches...
Köhlbrandtreppe und Zum Schellfischposten
(Altonas älteste Seemann-Kneipe) -
Ecke Carsten-Rehder- Große Elbstraße,
AGMA-Kulturhaus - Gefionstr.,
Haus Drei - Hospitalstr.,
parks und gärten...
Altonaer Balkon - mit Blick über den Hafen,
Elbwanderweg bis Rissen (Elbuferwege 1-4),
August-Lütgens-Park - am hist. A.-Krankenhaus,
Wohlers Park (früher Friedhof Norderreihe),
Walter Möller Park - mit Abenteuer-Spielplatz,
und dem Altonaer Volkspark im ST Bahrenfeld.
künstlerisches...
Allee Theater und Kinder Theater,
Neue Flora (Musical-Theater),
Altonaer Theater im ST Altona /Ottensen.
ins Museum etc....
Altonaer Museum (ST Altona /Ottensen).

      Die Rundreise durch den Bezirk:
Rundfahrt: von Sternschanze - über Altona (Start) - weiter nach Ottensen

Auszug aus der Geschichte: (siehe auch A-Geschichte)

"all to nah"... bei Hamburg stand das 1536 gebaute Wirtshaus, man nannte es "Altona". Seit 1535 entwickelte sich eine
kl. Fischer- und Handwerkersiedlung, vor den Toren Hamburgs. Das kleine Holsteinische Dorf (1570 ca. 60 Einwohner) wurde durch die Landesherren, in Konkurrenz zu Hamburg, besonders gefördert und im 17. Jahrhundert zum Sammelbecken diverser Glaubensflüchtlinge. Anfang des 17. Jh. entstand das Viertel der Freiheit mit umeingeschränkter Glaubens- und Gewerbefreiheit (Große- und Kleine Freiheit). Altona hatte sich zu allen Zeiten als „offene Stadt“ verstanden, wie es das Wappen mit dem geöffneten Tor symbolisiert; politisch oder religiös Verfolgte ebenso wie Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen anderswo nicht geduldet wurden, finden hier Aufnahme: holländische Reformierte, Hugenotten, Mennoniten, Juden, unzünftige Handwerker, von den napoleonischen Besatzern vertriebene mittellose Bewohner Hamburgs (Winter 1813/14), aber auch längst vergessene Sekten wie Adamiten, Gichtelianer oder Separatisten. Sie genossen die geistigen wie ökonomischen Freiheiten, die „Hamburgs schöne Schwester“ ihnen bot und trugen ihrerseits vielfach zur Entwicklung der Stadt bei. Die jüdischen Begräbnisplätze oder die Straßennamen Große- und Kleine Freiheit veranschaulichen dieses Klima der Toleranz in Altona auch auf dem Stadtplan. Diese Straßen wurden 1938 dem Stadtteil St. Pauli zugeordnet.

Der Dreißigjährige Krieg unterbrach die bis dahin positive Entwicklung. Ab 1640 wurde Altona dänisch - die Dänen wollten Altona an Hamburg verkaufen, diese lehnten aber ab - daraufhin wurde Altona weiter gezielt gefördert und bekam 1664 Stadtrechte. Durch seine tolerante Haltung und der liberaler Politik, sowie der gewährten religiöse und wirtschaftliche Freiheiten und mit den von Dänemark gewährten Zollprivilegien wurde Altona zum ersten Freihafen Nordeuropas. Als zweitgrößte Stadt im dänischen Königreich gewann Altona u.a. auch als Pressestadt an Bedeutung.

Nach den schweren Schicksalsjahren 1711 und 1713 (Feuersbrunst, Pest und Krieg - Verwüstung und Brandlegung durch die Schweden) und dem Wiederaufbau war das 18. Jahrhundert für die Stadt kulturell und wirtschaftlich die große Blütezeit. Erwerb der Palmaille (angelegt um 1638) und Ausbau zur Prachtstr., neuer Ausbau der Großen Elbstr. zum wichtigsten Geschäfts- und Industriebereich, 1738 Gründung des Christianeums ( Altona besaß ein sehr hohes Bildungsniveau), Neubau der Hauptkirche St.Trinitatis 1742/43 (Ursprung 1649/50), 1768 Gründung der eigenen Münze und 1777 einer Bank, Altonaer Handelshäuser waren überall in Übersee tätig - die Handelsflotte übertraf mittlerweile die der Hamburger, 1799 Gründung einer Unterstützungskasse - später Sparkasse - heute Hamburger Sparkasse.

Erst die Franzosenzeit /Kontinentalsperre 1806, Abschottung gegenüber Großbritannien durch Napoleon (Elbblockade), beendete dieses "goldene Zeitalter". Nach der Besetzung Hamburgs, bis 1814 durch die Franzosen, nahm Altona Tausende von vertriebenen Hamburger auf. Relativ glimpflich überstand die Stadt Altona diese Jahre, dank Ihres Oberpräsidenten Graf C. von Blücher, während der Belagerung Hamburgs rettete er Altona vor der Zerstörung durch eben diese Franzosen.. Einen neuen Aufschwung brachte die Amtszeit des Bürgermeisters Behn mit dem Hafenausbau, mit der 1844 eröffneten Christian-VIII.-Ostseebahn (1.Altonaer-Banhhof) nach Kiel und der Stadterweiterung nach Norden. Nach den Kriegen 1864 und 66 kam Altona zu Preußen und entwickelte sich von einer erfolgreichen - blühenden Handelsstadt zur Arbeiterwohnstadt, bedingt durch die Hafenerweiterung und Bau der Speicherstadt in Hamburg (Tausende Hamburger mussten sich eine neue Bleibe suchen), die Nähe zu den Arbeitsplätzen im Hafen und dem Industriegebiet Ottensen, sowie die in Altona günstigeren Lebensbedingungen, suchten viele in Altona und Ottensen eine neue Bleibe. 

Die heutigen Stadtteile (Kerngebiet) "Altstadt" und "Nord" entsprechen in etwa der damaligen Stadt vor den Eingemeindungen. In der 2-ten Hälfte des 19. Jahrh. entstanden viele histor. Bauten wie zum Beisp.: das alte Altonaer-Krankenhaus, neue Kirchen u.a. - gebaut von J.Otzen - die St.Petrikirche und die St. Johanniskirche,  Land- u. Amtsgericht Altona, das Helenenstift (heute DRK-Hospiz) mit Christophoruskirche, Köhlbrandtreppe, Bau der Fischauktionshalle, das Nyegaardstift (der schlossartige Bau ist heute noch ein Wohnstift), guterhaltene bürgerliche Wohnhäuser sowie die Gründung der Holstenbrauerei.

Ende des 19. Jh. wurden Ottensen (mit Neumühlen), Bahrenfeld, Othmarschen (mit Övelgönne) eingemeindet, man zählte mittlerweile über 140.000 Einwohner. Die Stadt konnte sich weiter ausdehnen und wurde durch den weiteren Ausbau des Elbufers (Große Elbstr.) zu einem der größten Fischereihäfen. 1896/1898 wurde der 1844 gebaute Bahnhof an den jetzigen Standort verlegt und hat seit 1979 sein heutiges Aussehen. Das ehemalige Empfangsgebäude, des 1. Bahnhofes, wurde zum neuen Altonaer Rathaus umgebaut. Vor dem neuen Bahnhof wurde der Stuhlmannbrunnen eingeweiht. Der Bereich Altona-Nord wird erst zum Ende des 19. Jahrhunderts Stadterweiterungsgebiet - 1892 entstand der Altonaer Spar- und Bauverein. In der Weimarer Republik wurde Altona, unter dem Oberbürgermeister Max Brauer, zu einem Modell fortschrittlicher Kommunalpolitik (Wohnungsbau, Schulwesen, soziale Bereiche) . 1927 erfolgten weitere Eingemeindungen von Stellingen-Langenfelde, Eidelstedt, Lurup, Osdorf, Kl.- und Gr. Flottbek, Nienstedten, Blankenese und Sülldorf, es entstand Groß-Altona mit über 230.000 Einwohner. Die von der Stadt erworbenen und geöffneten Parks und Grünanlagen (Elbchaussee, Elbhang, Volkspark etc.) machten Altona zu einer lebendigen grünen Stadt.

Die Weltwirtschaftskrise mit Ihren Auswirkungen brachte große Probleme. Ausdruck der Radikalisierung war der Altonaer Blutsonntag, am 17.07.1932 fanden 18 Menschen den Tod, beim Provokationsmarsch der SA. Am 11.01.1933 verkündeten der größte Teil der Altonaer Pastoren, in der St. Petri-Kirche, als Antwort auf das schreckliche Ereignis, "Das Altonaer Bekenntnis".

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 kam Altona zu Hamburg, verlor seine Selbständigkeit und wurde zum Bezirk Altona mit seinen heutigen Stadtteilen ohne Stellingen-Langenfelde und Eidelstedt. Das Kerngebiet wurde 1949-51 in zwei Stadtteile aufgeteilt. In mehreren Aufbauphasen wurde die Neugestaltung der Stadtteile vollzogen. Im Süden der Altstadt waren ca. 60% der Wohn- und sonstigen Gebäude zerstört - nach den schweren Schäden durch den zweiten Weltkrieg.

Es folgte der Wiederaufbau u.a.; ein verändertes Straßenbilds, restaurierte Altbauten, Lücken in der Bebauung werden durch Neubauten geschlossen etc. // Wiederaufbau der Hauptkirche St. Trinitatis // Ausbau und Umgestaltung des Altonaer Bahnhofes "Hamburg-Altona" // Renovierung der Palmaille (mit erheblichen Mitteln) // Bau der Neuen Großen Bergstraße, südlich der Großen Bergstraße zwischen Altonaer Poststraße und Bahnhofsplatz, als erste Fußgänger-Einkaufsstraße um 1970, das Gebiet ist mit Stand 2009 Sanierungsgebiet, es zieht sich in die Länge und mit Stand 2014; Umbau /Neubau des ehemaligen Einkaufszentrum (Frappant/Karstadt) durch Ikea // bauliche Umgestaltung des Fischmarktes und Restaurierung der histor. Fischauktionshalle (von 1895–1896) // Ausbau der Großen Elbstr. - die Meile der (Fisch)Genüsse - vom Fischmarkt bis zur Kaistr. und weiter bis Neumühlen, sie soll ihre alte (aus dem 18. Jahrh.) Lebendigkeit zurück erhalten durch Gastronomie, Shopping- und Freizeiteinrichtungen, an die Stelle von fischverarbeitender Industrie treten Fähr- und Kreutzfahrtanlagen, sowie Bürokomplexe.

Bau der Neuen Flora von 1988 bis 1990 (Stage Musical-Theater) in Hamburg, sie ist mit 1965 Plätzen eines der größten Theater in Deutschland. Im Jahr 1988 begannen die Arbeiten zum Bau des Fähr- und Kreuzfahrt-Terminals Hamburg-Altona. Dazu wurde der östliche Teil des Fischereihafens vor den Fischauktionshallen 1 und 2 zugeschüttet und auf eine Geländehöhe von NN +6 m gebracht. Auf der Westseite des neu gebauten, 236 m langen Liegeplatzes wurde eine vorgesetzte, aus Stahlbeton gefertigte Zufahrt zur RoRo-Anlage für Kfz und Trailer errichtet.
Das Dockland ein Bürogebäude an der Elbe in der Nähe des ehemaligen England-Fähranlegers auf dem Gebiet des Fischereihafens. Das sechsgeschossige Gebäude hat einen markanten Querschnitt (Parallelogramms) und ragt wie ein Schiffsbug hinaus bis über das Wasser, mit großer Dachterrasse und weiten Blick über Hafen und Elbe..... Das Grundstück am Fischereihafen und der Elbe wurde Ende 2002 aufgeschüttet, 2005 fertiggestellt und am 31. Januar 2006 eingeweiht.
Neues Kreuzfahrt-Terminal, dieses Vorhaben wurde erst ab März 2009 mit dem Bau des neuen Kreuzfahrtterminals Altona verwirklicht, am 1. April 2011 wurde es in Betrieb genommen und am 5. Juni 2011 eingeweiht. Bereits im August 2009 legte mit der AIDAaura ein erstes Schiff an der provisorisch hergerichteten Anlage an. Das Terminal-Gebäude gilt als erstes speziell ausgerüstetes Kreuzfahrtterminal der Stadt, die Anlage umfasst eine Gesamtfläche von 2000 m². Das Terminal befindet sich am Nordufer der Elbe, am Edgar-Engelhard-Kai, die Kaimauer wurde für über dreihundert Meter lange Schiffe ausgerichtet.

Am 31.12.2011 wohnen in beiden Stadtteilen 50.270 Personen auf 5,0 km².

( PJ ) mit Textauszügen und Informationen u.a. aus Wikipedia)   >> nach    oben